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Hanna Brock hätte wohl lieber zu hause bleiben sollen.
Während einer Recherche zu einem Wanderführer im Schwarzwald, nahe Freiburg, macht die junge Journalistin einen grausigen Fund. Eine weibliche Leie liegt mitten im Wald, eine tödliche Kopfverletzung ist jedoch nicht die einzige Gräultat, die der jungen Frau zugefügt wurde; sie war schwanger. Und ihr Ungebohrenes fehlt…


Hauptkommissar Ehrlinspiel wird zum Tatort gerufen und ermittelt von nun an in dem kleinen Dorf, in dem jeder jeden kennt und in dem jeder Fremde nicht nur mit Missbilligung betrachtet, sondern auch nicht willkommengeheißen wird.
schweigDas und die Tatsache, dass die Finderin der Leiche einfach nicht aus dem 500-Seelen-Dorf zu bekommen ist, sind Faktoren, die es dem Polizisten nicht einfacher machen diesen Komplizierten Fall zu losen, der sich rund um eine Jahrzehnte alte Familienfehde dreht. In so einem Dorf ermittelt man nicht nur gegen eine Person, man ermittelt gegen jeden.

Ich muss sagen, dass ich in der Regel nur wenig deutsche Krimis lese. Sebastian Fitzek ist sicher eine große Ausnahme, aber ansonsten war ich bisher nur selten für heimische Ermittlerstorys zu begeistern. Dennoch war ich angefixt von dem Plot. Denn es ist eigentlich ein klassischer Krimi-Anfang: Ein Mord, ein Dorf und keiner Redet. Wer wissen möchte, wie sich ein „Hot Fuzz“ in ernst anfühlt, der ist hier genau richtig.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Ehrlinspiel ist ein fähiger Ermittler, der dem Leser/Höhrer sehr schnell sympathisch wird. Was mir daran sehr gut gefiehl, war die Tatsache, dass er kein Supermegatoller Hightech-Ermittler war, á la CSI oder ein grandioser Akademiker, wie ein David Hunter. Erlingspiel ist ein Polizist höhderen Ranges, bei dem man wei, warum er diesen Rang erklommen konnte: Er nutzt seinen Verstand. Gute, alte Ermittlungsarbeit ist in diesem Buch angesagt. Und das gefällt mir.
Bis zuletzt konnte ich mitermitteln, war kaum ausgeschlossen aus den Ermittlungen und dennoch war es schwer, selbst darauf zu kommen, wer der Mörder war.

Was soll ich sagen? Mir hat das Buch einfach gefallen. Petra Buch macht sehr vieles richtig und kaum etwas falsch. Sie geht mit einem sehr beneidenswerten Feingefühl an die Charaktere und die Geschehenisse bevor und hinter dem offensichtlichen. Meinen Respekt!
Lutz Riedel ist als Leser des Buches über jeden Zweifel erhaben. Gekonnt setzt er verschiedenste Nuancen in den Betonungen der Stimme, um dem Leser so schnell ein Gefühl für die verschiedenen Charaktere zu geben und sie von einander zu unterscheiden.

Als ich mir das Buch besorgte, ging ich mit keiner Erwartung heran. Ein deutscher Krimi im geheimnisvollen Schwarzwald, ein eigenbrötlerisches Dorf und eine Jahrzehntealte Legende über die Rabenschlucht.
Ich wurde positiv überrascht und über 13 Stunden sehr gut unterhalten.


Petra Busch – „Schweig still, mein Kind“

bewertung_46_4
Sprecher: CLutz Riedel
Spieldauer: ca 13 Stunden
Anbieter: Lübbe Audio
Veröffentlichung: 2012

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