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Schon das letzte Buch aus dem Hause FESTA begeisterte mich schwer. Nach wie vor ist „Dying To Live“ mein Lieblingsbuch und das merkt jeder, der mit mir darüber redet.
Doch neben all seinen Gefühlen, die „Dying to Live“ in mir Auslöste – Trauer, Bedrücktheit, Hochgefühle, usw. löste es etwas nicht aus. Nämlich echtes Grauen.
Die Schicksale dort waren schrecklich, waren traurig und schockierten. Doch echter Horror blieb aus, denn das war nicht die Intension vom Autor Kim Paffenroth.

Necrophobia 3 ist, wie auch Paffenroths Roman absolut nichts für schwache Nerven. Oh nein. Ich habe echtes Grauen erlebt. In diesem einen von drei Büchern… Der Festa-Verlag hat gezeigt, wie es geht. Und damit verdammt guten Geschmack bewiesen. Nach diesem Buch weiß man, warum Frank Festa als „Horror-Papst“ bezeichnet wird.

Doch von vorn. Der Festa-Verlag zeigte mir, wie nahe sie ihren Stammlesern stehen und bot mir ein Rezensionsexemplar von „Necrophobia 3″ an. Es ist das dritte von Büchern, in in sich die Horrorgeschichten der ganz Großen sammeln. Gifune, Bloch und Clark sind nur drei von ihnen. Es versprach also spannend zu werden. Denn als Lovecraft-Anhänger habe ich eine gewisse Affinität zur Dark Fiction entwickelt. Bei Festa ist man da an genau der richtigen Adresse und entsprechend gefreut habe ich mich auf „Necrophobia 3“. Pünktlich zum Wochenende kam es dann und war von da an mein ständiger Begleiter.

Noch einmal mal muss ich alle warnen: „Necrophobia“ geht unter die Haut. Und zwar ohne Gnade. So sehr, dass man wegschauen will und 3 Sekunden später doch den nächsten Satz liest, bevor man doch wieder 3 Sekunden stoppen muss. Und manchmal… ja manchmal braucht man nach einer Geschichte erst einmal eine längere Pause und vor allem: Frische Luft.
Ich  meine… der Untertitel vom dritten Teil ist „Zart wie Babyhaut“ – wem läuft‘s da nicht schon kalt den Rücken herunter? Und die gleichnamige, erste Geschichte im Buch ist nur der schockierende Auftakt zu einer Odyssee, der man sich nicht entziehen kann. Man wird hinein gesogen in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele und Psyche. Man lernt Ecken der Welt kennen, dunkle Ecken, die man lieber nicht gesehen hätte. Man schwitzt vor Angst, atmet schwer, schaut sich um und jeder Zugpassagier könnte ein kranker Mörder sein. Oder schlimmeres. Und dann klappt man das Buch zu und schaut auf das Cover. Sieht die Überschrift mit der Unterschrift „Meister der Angst“ und das Coverbild, auf dem judasgleich eine Leiche aufgehängt an einem verdorrten Baum hängt. Dahinter der Sonnenuntergang. Meister der angst… oh ja. Das waren sie. Sind sie. Und werden sie immer bleiben. Necrophobias Geschichten sind zeitlos.
Man sitzt da, schaut das Buch an, kann den Blick nicht davon nehmen. Gleich muss man weiterlesen. Wieder eintauchen in diese perfide Welt des dunklen Geistes.
Tief einatmen und die Seite aufschlagen. Noch einmal umschauen. Die Passagiere beachten einen nicht einmal. Klar. Es ist ja alles nur „dunkle“ Fiktion.

Oder?

Bewertung: 5/5

„Necrophobia 3 – Zart wie Babyhaut“
Taschenbuch, 410 Seite
Titelbild: Markus Mayer
ISBN: 978-3-86552-077-7
Verleger: Festa-Verlag
Preis: 13.95 EUR
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2 Responses to “Wie ich das Grauen kennenlernte – Rezension: „Necrophobia 3“”

  1. […] This post was mentioned on Twitter by Christoph Thiele, Chris. Chris said: Wie ich das Grauen kennenlernte – Rezension: „Necrophobia 3“ #Horror #Festa: http://wp.me/pOS79-2y […]

  2. […] ihr auch alle teilnehmenden Rezensionen nachlesen. Auch ich habe mit meiner Rezension zu „Necrophobia 3“ teilgenommen. Entsprechend gespannt bin ich natürlich auch. […]

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