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Arkham in den 1930er Jahren. Eine Expedition bricht zur Erforschung von Gesteinen in die Antarktis auf. Während die Forscher in einer Höhle, im Eis konservierte prähistorische Lebewesen finden, wird das Lager durch einen aufkommenden Sturm von der Außenwelt abgeschnitten.
Als eines der gefundenen Wesen verschwindet, nimmt das Grauen seinen Lauf.
Und was hat es mit den seltsam geformten, titanisch großen Bergen in der Nähe zu tun?

Howard Phillips Lovecraft (* 20. August 1890; † 15. März 1937) prägte mit seinen Werken, selbst inspiriert von Poe, viele moderne Autoren und Regisseure, wie Stephen King oder Wolfgang Hohlbein. So auch mit „Die Berge des Wahnsinns“ (engl. Titel „At the Mountains of Madness“). Wer das Buch liest, findet schnell Parallelen zu Filmen, wie „Das Ding aus einer anderen Welt“.
Doch anders, als im genannten Film, artet das Buch nicht zu einem dinglichen, greifbaren Horror aus, sondern suggeriert dem Leser ein Gefühl der Abgeschiedenheit von jeglicher Zivilisation. Und das bis zum Schluss. Der Horror, den Lovecraft aufbaut, ist subtil und schleichend. Ehe sich der Leser versieht, steckt er zusammen mit dem Protagonisten des Buches, mittendrin im Grauen und findet selbst sein Zimmer nicht mehr sicher; alltägliche Geräusche werden unvertraut und Zimmerpflanzen werden zu unheimlichen Geschöpfen.
Lovecraft spielt mit der Imagination des Lesers und lässt sich dieser zusätzlich auf die Vorstellung ein, erst in den 1930er Jahren zu leben, wo es keine Handys gibt und Funk gerade die neueste Technologie ist, wird er bis zum Schluss des Buches ein beklemmendes Gefühl erfahren, wie es heut zu Tage nur noch wenige Bücher schaffen.

Ich kann Freunden des Horrors, der nicht in die Richtung des Splatter gehen soll, nur ans Herz legen, sich Werke von H. P. Lovecraft zu besorgen und diese zu lesen. Allen voran „Die Berges des Wahnsinns“, welches meiner Meinung nach eines der „wirksamsten“ Werke Lovecrafts ist, doch lange nicht das einzig nenneswerte.
Wer subtilen, beklemmenden Horror sucht, der tief unter die Haut geht, der ist hier genau richtig.

Bewertung:

One Response to “Rezension: H. P. Lovecraft: "Die Berge des Wahnsinns"”

  1. Ausynja sagt:

    So machst du ja einem Lust auf lesen!!!….
    Ja, ich hab jetzt richtig Lust, dieses Buch zu lesen!!! ^_^

    Muss ich mir mal irgendwie beschaffen…

    Wieder drei Daumen hoch! Für’s neugierig machen! XD

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